Johann-Sebastian-Bach-Gymnasium Mannheim
 
  
Johann-Sebastian-Bach-Gymnasium, Mannheim
  
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Johann Sebastian Bach

J. S. BachUnsere Schule trägt den Namen des großen Komponisten und evangelischen Kirchenmusikers Johann Sebastian Bach (1685 - 1750). Bach stammte aus einer thüringischen Musikerfamilie. Von seinen 20 Kindern wurden vier Söhne ebenfalls bedeutende Musiker. Sein Vater war Stadtmusikus in Eisenach. Nach dessen Tode kam der zehnjährige Bach zunächst für etwa fünf Jahre nach Ohrdruf zu seinem vierzehn Jahre älteren Bruder, von dem er die erste musikalische Ausbildung erhielt. Dann besuchte er die Michaelis-Schule in Lüneburg. Mit achtzehn Jahren wurde er Geiger in der herzoglichen Hofkapelle in Weimar, noch im selben Jahre 1703 Kantor in Arnstadt. Von hier aus unternahm er die "Pilgerfahrt nach Lübeck" zu dem berühmten Organisten Dietrich Buxtehude. Nur kurz war er Organist an der Kirche Divi Blasii in der Reichsstadt Mühlhausen, ehe er 1707 wieder nach Weimar ging, zunächst als Hoforganist, ab 1714 als Hofkonzertmeister. Bislang hatte er vor allem Orgelmusik komponiert.

In Weimar entstand eine Reihe seiner Kantaten zu den Sonn- und Festtagen des Kirchenjahres. Von 1717 bis 1723 war Bach fürstlich anhaltinischer Hofkapellmeister in Köthen. Diese Jahre sah er selbst später als seine glücklichsten und als Höhepunkt seines Wirkens an. In Köthen komponierte er vor allem Instrumentalmusik, so den ersten Teil des "Wohltemperierten Klaviers" und die sechs "Brandenburgischen Konzerte" für den knauserigen Markgrafen von Brandenburg-Schwedt. In Köthen starb Bachs erste Frau Maria Barbara, die Mutter von Friedemann und Carl Philipp Emanuel Bach. Seine zweite Frau Anna Magdalena, die Mutter von Johann Christoph Friedrich und Johann Christian Bach, überlebte ihn um zehn Jahre. Von 1723 bis zu seinem Tode war Bach Kantor an der Thomaskirche und "Director Musices" in Leipzig. In den ersten Jahren entstanden hier etwa vier Jahrgänge von Kirchenkantaten, dann die großen Passionen nach Matthäus und Johannes und die unvollendete Markuspassion, die a capella Motetten und viele "weltliche" Kantaten. Gegen Ende seines Lebens komponierte Bach immer mehr "absolute Musik", das heißt Musik ohne Texte und unabhängig von bestimmten Anlässen: das "Wohltemperierte Klavier" II, das "Musikalische Opfer" (für Friedrich den Großen) und vor allem die "Kunst der Fuge", an der er, allmählich vollständig erblindend, bis zu seinem Tode arbeitete. Bach starb am 28. Juli 1750. Zu Lebzeiten war er vor allem als Organist und Cembalist in ganz Europa berühmt. Sein Nachruhm aber begann erst 1829, als Felix Mendelssohn-Bartholdy in Berlin die Matthäuspassion wieder aufführte.

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